15 Karrierekiller

Die 15 Karrierekiller

 

Sie sind hinterlistig, passieren unbewusst und bringen den Menschen unweigerlich zum Scheitern. Das sind die 15 Karrierekiller.

 

Sie machen uns weis, dass wenn unsere Karriere scheitert, das an unseren dummen Chefs oder den neidischen Kollegen liegt. Dass es weniger die anderen sondern wir es selbst sind, die unserer Karriere schaden, zeigen die folgenden 15 Karrierekiller.

 

1. Der Logik-Fehler

 

Wer glaubt, Karriere ist eine logische Schlussfolgerung von Fleiß, Know-how, Zuverlässigkeit und Weitblick, der sitzt einem Irrtum auf. Diese Komponenten sind zwar förderlich, aber kein Garant. Da müssen Sie dann aufpassen, dass Sie nicht vor lauter Karrieregeilheit zwischenmenschliche Probleme mit Ihren Kollegen bekommen, die nach und nach Ihre Nähe meiden und anfangen im Hintergrund gegen Ihre Karriere zu arbeiten.

 

2. Der Egoismus-Fehler

 

Die Auffassung, Karriere sei nur etwas für mich, ist nur die halbe Wahrheit. Karriere besteht aus Geben und Nehmen. Wobei Geben seliger ist, denn Nehmen. Was tun Sie für Andere so Großartiges, dass sie Ihnen zu Ihrer Karriere verhelfen? Wer die Anderen sind? Wenn Sie Angestellter sind, dann ist das Ihr Unternehmen, in dem Sie tätig sind und in dem Sie Karriere machen möchten.

 

3. Der Glaubens-Fehler

 

Der Glaube kann bekanntlich Berge versetzen. Wenn Sie aber das falsche glauben, dann fallen Ihnen die Berge unter Umständen auf den Kopf.

 

Viele Menschen glauben, dass Karriere ein verbrieftes Grundrecht des fleißigen Angestellten ist. Es gibt Chefs, die ihre besten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nicht zu Karriereprogrammen anmelden, weil sie die besten Leute bei sich behalten wollen.

 

Und wenn Sie in diesem Zusammenhang über Gerechtigkeit nachdenken, dann ist Ihr Unglück vorprogrammiert.

 

 

4. Der Verblendungs-Fehler

 

Wer kein Ziel hat, für den ist jeder Weg der falsche. Viele Menschen sehen nicht, dass man sehr gut durchdachte Ziele braucht, um Karriere zu machen. Natürlich gibt es Menschen, die von anderen nach oben gezogen werden, weil sie gut arbeiten und weil man sie mag. Doch darauf würde ich mich nicht verlassen - das funktioniert eher selten.

 

Wenn Sie wirklich Karriere machen wollen, dann brauchen Sie im Prinzip drei Ziele: ein berufliches, ein privates und ein finanzielles Ziel. Hilfreich ist es, wenn Sie diese Ziele mental verankern. Warum? Weil dann die Wahrscheinlichkeit wächst, dass Sie die Ziele auch erreichen.

 

5. Der Bequemlichkeits-Fehler

 

Im Beruf fleißig, in der eigenen Lebensplanung zu faul. Wer versucht Karriere spontan anstatt mit Plan zu machen, der kann unter Umständen lange auf die Erfüllung seines Traumes warten. Wer zu bequem ist, sich einen Karriereplan anzufertigen, darf sich nicht wundern, wenn er nicht zum Zuge kommt.

 

Karriere machen gleicht einem Schachspiel. Sie brauchen strategische, taktische und operationale Schritte (Züge) zu Ihren Traumzielen. Ihr Plan besteht im Wesentlichen aus Meilensteinen und Kernaktivitäten.

 

Übrigens, ist Ihr Ziel nicht reizvoll genug, dann kann es passieren, dass der innere Schweinehund die Oberhand gewinnt. Der Reiz des Zieles liegt in der Belohnung, die Sie für Ihre Mühen und Anstrengungen erhalten. Ist die Belohnung reizvoll genug, dann haben Sie es auch leichter sich Ihren Traum zu erfüllen.

 

6. Der Standpunkt-Fehler

 

Wenn Sie meinen, Ihr Engagement alleine ist Ihrer Karriere zuträglich und Sie verzichten deshalb auf Weiterbildung, dann schießen Sie sich in das eigene Knie. Wenn Sie auf ihrem Know-how-Standpunkt stehen bleiben, dann bleiben Sie bald übrig, weil Wissen immer schneller veraltet.

 

Vor allem sollten Sie sich in den so genannten Softskills stetig weiter bilden, denn die entscheiden letztendlich über Ihren Erfolg. Zu den Softskills gehören Ihre Persönlichkeits-, sozialen und methodischen Kompetenzen. Methodische Kompetenzen umfassen das Know-how (Gewusst wie!), dass Sie sich in Ihrem Leben angeeignet haben. Eine wichtige methodische Kompetenz ist in diesem Zusammenhang die Karriereplanung.

 

Hier geht's zu Ihrem Karriereplaner:

 

7. Mit der Stange im Nebel-Fehler

 

So mancher Zeitgenosse möchte etwas werden, er weiß aber nicht wirklich was. Er überlässt es eher dem Zufall, ob etwas aus ihm wird oder nicht.

 

Manchmal streben wir auch etwas an, was wir eigentlich gar nicht wollen.

Beispiel: Peter strebt eine Führungsposition als Gruppenleiter an. Er ist ein hoch begabter und erfolgreicher Spezialist, der von allen geschätzt wird. Peter hängt mit seinem ganzen Herzen an seiner Fachaufgabe. Schon lange denkt er sich, dass er mehr Geld verdient hätte. Peter meint, dass er das Geld nur als Führungskraft bekommt, welches ihm zusteht. Er verdrängt den grausigen Gedanken daran, dass er sich als Führungskraft um die Sorgen und Nöte seiner zukünftigen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kümmern muss.

 

Und das ist gefährlich! Wenn Sie etwas anstreben, dann sollten Sie sich die Frage beantworten: "Weshalb möchte ich das eigentlich?"

 

8. Der Abrechnungs-Fehler

 

Es kommt weniger darauf an wieviel man arbeitet, sondern eher auf das was dabei herausspringt. Verursacht meine Arbeit ein angemessenes Wachstum für mich und für den Betrieb?

 

Wer Tag und Nacht arbeitet, ohne dass dabei etwas Ertragreiches herauskommt, bleibt auf der Strecke. Im Punkt fünf habe ich Karriereplanung mit einem Schachspiel verglichen. Jetzt folgt das Schachbrett.

 

Es spannt sich auf, zwischen zwei Anziehungspunkten - nämlich zwischen dem Was und Wie meiner Handlungen. Die Frage lautet: "Tue ich das Richtige (Was) und mache ich das Richtige richtig (Wie)?“ Effektivität (Was) und Effizienz (Wie) sind gefragt. Spielt man hier strategisch und taktisch unklug, dann ist die Karriere in höchster Gefahr.

 

Es ist sehr effizient die Kommunikation mit E-Mails zu erledigen. Doch es gibt erfolgskritische Situationen, in denen es effektiver ist, das persönliche Gespräch zu suchen. Vor allem dann, wenn es sich um Personen handelt, die meine Karriere beeinflussen können. Es ist strategisch sehr wichtig, dass man Effizienz und Effektivität nicht miteinander verwechselt.

 

 

9. Der Klugscheißer-Fehler

 

Wissen ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Karriere. Und Wissen ist auch Macht. Doch niemand will den dreimal Klugen, der alles besser weiß und ständig die anderen verbessert.

 

Wenn Sie viel diskutieren, dann tun Sie Ihrer Karriere nichts Gutes. Denn wer diskutiert, will Recht haben und darum geht es in der Karriere gar nicht. Je mehr Sie auf Ihr Recht pochen, umso weiter manövrieren Sie sich ins Aus. Noch bitterer ist es, wenn Sie Recht haben und man gibt es Ihnen nicht, weil Sie immer auf Ihr Recht pochen.

 

Worum geht es dann, wenn es nicht darum geht, wer im Recht ist? Es geht darum, wer die bessere Überzeugungskraft hat. Dazu braucht man die richtigen Argumente. Ein Argument ist, wenn ich meinen Gesprächspartner davon überzeugen kann, dass das, was ich von ihm will, für ihn gut ist.

 

10. Der Selbstüberschätzungs-Fehler

 

Man hält sich für unersetzbar. Es gibt keinen anderen außer mir, der das was ich hier tue kann. Diese Haltung kann jemandem passieren, der jahrelangen Zuspruch für seine Bemühungen und Ergebnisse erhält. Eines Tages hält er sich für unverzichtbar und merkt gar nicht, dass er sich immer mehr zum Außenseiter macht.

 

Wer auf seine Jobsicherung schaut, hat es schwer Karriere zu machen. Er läuft Gefahr, zu sehr in den vergangenen Erfolgserlebnissen zu baden - das Ausruhen auf seinen Lorbeeren ist die Folge. Der Fokus sollte mehr auf der Weiterentwicklung und dem Erfolg des Unternehmens liegen.

 

Der regelmäßige Abgleich zwischen dem Selbst- und Fremdbild, kann diesen Fehler verhindern helfen.

 

11. Der Selbstmarketing-Fehler

 

Tue Gutes und rede darüber. Hier geht man eine Gratwanderung zwischen notwendiger Selbstvermarktung und Prahlerei.

 

Doch wäre nur vor sich hin wirtschaftet, niemandem von seinen Ergebnissen und Erfolgen berichtet, der geht unter. Verlierer unterschätzen die Wichtigkeit andere von ihren Erfolgen zu unterrichten. Der Fall entscheidet, wann man jemanden informiert. Eine Faustregel besagt, dass hier weniger mehr ist.

 

 

12. Der falsche Freunde-Fehler

 

Verlierer umgeben sich mit Typen, die ihnen völlig irrational das Gefühl vermitteln, sie seien die besten Manager seit Peter Drucker. Hüten Sie sich vor Kriecher, die Ihren Glanz für eigene Zwecke nutzen möchten.

 

Bevorzugen Sie Chefs, Mentoren und Freunde, die Ihr Vorhaben und unabhängiges Denken zu schätzen wissen - und die Ihnen als aufrichtige Feedbackgeber dienen.

 

13. Der Erfolgs-Genuss-Fehler

 

Erfolge soll man genießen. Doch wenn andere beteiligt waren, dann sollte man sie lobend erwähnen und am Erfolgsgenuss teilhaben lassen. Unachtsame Vorgesetzte heimsen gerne die Früchte des Erfolges für sich ein und verschweigen die Beteiligung anderer.

 

Ebenso sollte man Ideen und Erfindungen anderer nicht als seine eigenen verkaufen. Das ist ein absoluter Erfolgskiller.

 

14. Der falsche Focus-Fehler

 

Wenn Sie bei Ihrer Karriere nur das Geldverdienen im Auge haben, dann haben Sie schon verloren. Die Gier ist der schlechteste Karriereberater.

 

Wollen Sie jedoch etwas Großes für die Gesellschaft leisten und deshalb gutes Geld verdienen, dann liegen Sie schon richtiger. Wer das Geld in den Vordergrund rückt, neigt dazu immer auf das zu schauen, was er nicht hat. Das sind die ewig Armen, egal wieviel Geld sie besitzen.

 

15. Der Leichtigkeits-Fehler

 

Seriöse Autoren und Autorinnen, die über Erfolg berichten, sagen immer, dass es uns gut gehen soll, aber nicht, dass es leicht gehen muss. Wer glaubt, dass Karriere ohne Hürden und Hindernisse zu machen ist, ist zum Scheitern verurteilt.

 

Es dauert dann nicht lange, dass die Selbstdisziplin leidet und man gibt viel zu früh auf. Es kann sogar passieren, dass man in Situationen gerät, wo plötzlich nichts mehr weitergeht. Man steht im wahrsten Sinne des Wortes an. In solchen Lebenslagen ist es gut, wenn man dann Freunde, Mentoren und kluge Ratgeber an seiner Seite hat.

 

Lassen Sie sich gegebenenfalls beraten, anstatt die Karriere mit Gewalt auf eigene Kappe durchzusetzen. Machen Sie sich nicht selbst zum Problem Ihrer Karriere.

 

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